Würdigung des Gesamtwerkes von Heinrich Friederich

Sein künstlerisches Werk ist ein Torso geblieben.

Man erfasst vielversprechende Anfänge:

  

 - Eine mehr als 20 Figuren umfassende beeindruckende Weihnachtskrippe aus Holz von westfälischer Art,

 

eine feinsinnige, figurenreiche Brunnengestaltung in einem ehemaligen Privatgarten, Frauenplastiken von ausdrucksstarker Erzählkraft.

  

- Mappen voller Rötelzeichnungen und Bleistiftskizzen, die mit Feldpostbriefen aus dem Kriege kamen ,

 

vor allem religiöse Werke: Kruzifixe, Marienfiguren, der arme Lazarus.

  

- Eine Kreuzigungsgruppe in Gips, die auf einen Bronzeguss wartet.

  

- Eine Pieta aus Stein, die den Schmerz verinnerlicht und heute in der Turmkapelle der Josefskirche in Warendorf zur Andacht einlädt.
 

Insgesamt ist es – besonders, wenn man das umfangreiche Werksverzeichnis von Laurenz Sandmann zugrunde legt, für die wenigen Künstlerjahre ein beachtliches und reiches Werk!

Doch was wäre ihm wohl noch in einer normalen Lebenszeit und unter normalen Lebensbedingungen an künstlerischer Aussagekraft zugewachsen!

In dem vorhandenen Einzelnen leuchtet jedoch auch das Vollendete auf, das seine künstlerische Berufung beweist und verdeutlicht.

Es kann kein Zweifel sein, dass der Künstler Heinrich Friederichs, wäre ihm eine normale Lebenszeit beschieden gewesen, zu den großen Künstlern seiner Zeit aufgestiegen wäre. Aber auch so zeigt sein Lebenswerk alle Spuren eines früh Vollendeten.

 

 

Literaturhinweise:

Paul Leidinger, Kunst und Künstler in Warendorf

In: Paul Leidinger (Hg.),Geschichte der Stadt Warendorf Warendorf 2000 Band III , S. 247-282 hier S.263-264

Laurenz Sandmann, Heinrich Friederichs, Bildhauer (1912-1944) Leben und Werk

Manuskriptdruck Warendorf 2008, 138 S.

 

Informationen: Prof. Dr. Hans-Uwe Erichsen, Tel. Nr. 0251 31312
Mail: r(dot)friederichs(at)gmx(dot)de
Impressum